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Einreise nach Deutschland aus Argentinien und Quarantänebestimmungen

06.07.2020 - Artikel

Hier finden Sie Informationen zur Visabeantragung, Einreisen nach Deutschland und Quarantänebestimmungen.

Hier finden Sie Informationen zur Visabeantragung, Einreisen nach Deutschland und Quarantänebestimmungen.


1. Visumbearbeitung

Aufgrund der Pandemieentwicklung in Argentinien ist derzeit grundsätzlich eine Annahme von Visumanträgen bei der Botschaft Buenos Aires nur in dringenden Ausnahmefällen möglich. Sobald sich hieran etwas ändert, wird dies auf der Webseite der Botschaft  bekanntgemacht.

Visa können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen erteilt werden:

- Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe
- Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion
- Transitpassagiere (auch solche, die durch konsularische Hilfe ins Heimatland zurückgeführt werden)
- Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen
- Personen, die internationalen Schutz benötigen, oder aus anderen humanitären Gründen


  • Anträge auf Familiennachzug zu Familienangehörigen, die sich bereits in Deutschland aufhalten 

2. Einreisebeschränkungen für Deutschland

Argentinien steht nicht auf der Positivliste der Staaten, aus denen man wieder uneingeschränkt nach Deutschland einreisen kann. Einreisebeschränkungen bestehen daher für Einreisende aus Argentinien grundsätzlich weiterhin fort. Die Positivliste wird alle zwei Wochen überprüft und aktualisiert.


Aus Argentinien kann eine Einreise nach Deutschland erfolgen, wenn hierfür ein wichtiger Grund vorliegt. Für folgende Personengruppen bzw. Reisezwecke ist insoweit eine Einreise nach Deutschland zulässig:


  • Deutsche Staatsangehörige sowie Staatsangehörige von anderen EU-Staaten, Schengen-assoziierten Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) oder von Großbritannien; dies gilt also auch für Personen mit EU-Pass, mit oder ohne Wohnsitz in Deutschland.
  • Drittstaatsangehörige mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland;
  • drittstaatsangehörige Familienangehörige (Ehegatten, minderjährige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) der beiden o. g. Gruppen, die zum Familiennachzug oder zu Besuchsreisen aus dringenden familiären Gründen einreisen (urkundliche Nachweise über die familiären Beziehungen sowie ggf. Nachweise über die Dringlichkeit einer Besuchsreise sind unbedingt mitzuführen; eine eventuelle Visumpflicht für Familienangehörige bleibt bestehen!.
  • ausländische Fachkräfte und hoch qualifizierte Arbeitnehmer, deren Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und deren Arbeit nicht aufgeschoben oder im Ausland ausgeführt werden kann; eine Visumpflicht  bleibt bestehen!
  • ausländische Studierende mit Studienzulassung in Deutschland, deren Studium nicht vollständig vom Ausland aus durchgeführt werden kann sowie zu studienvorbereitenden Sprachkursen; (Bescheinigung der Hochschule erforderlich, die auch bei der Grenzkontrolle vorzulegen ist). eine  Visumpflicht  bleibt bestehen!
  • Gesundheitspersonal, Gesundheitsforscher und Altenpflegepersonal; eine Visumpflicht  bleibt bestehen!
  • Transitpassagiere (auch solche, die durch konsularische Hilfe ins Heimatland zurückgeführt werden), die den internationalen Transitbereich des deutschen Flughafens nicht verlassen. Der Weiterflug in das Zielland sollte in der Regel am gleichen Tag bzw. spätestens am nächsten Tag erfolgen. Das Reisegepäck muss bereits am Abflugort bis zum Zielland durchgecheckt werden, da eine Entgegennahme des Reisegepäcks sowie ein erneutes Check-In am deutschen Flughafen nicht möglich sind, ohne den internationalen Transitbereich zu verlassen. Folgende Staatsangehörige benötigen ein Flughafentransitvisum, welches vorab bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung zu beantragen ist;
  • Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen. Hiervon umfasst sind dringende Einreisen der „Kernfamilie“, d.h. des Ehegatten/Lebenspartners oder der minderjährigen Kinder zu Beerdigungen, Hochzeiten, Besuchsreisen des minderjährigen Kindes zu seinen Eltern und vergleichbare Fälle.
  • Eine Einreise zur Eheschließung ist möglich, eine evt. Visumpflicht  bleibt bestehen!
  • Seeleute; eine  Visumpflicht  bleibt bestehen!
  • Personal im Gütertransport sowie sonstiges Transportpersonal;
  • Saisonarbeiter in der Landwirtschaft; eine Visumpflicht  bleibt bestehen!
  • Personen, die internationalen Schutz oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen;
  • Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal und humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit;


Wichtig:  Die Einreise zu einem visapflichtigen Aufenthaltszweck ist  nur mit einem gültigen, d.h. bereits erteilten Visum möglich.
Die Visastelle der Botschaft ist  aufgrund der örtlichen Pandemielage und den Vorgaben der argentinischen und deutschen Behörden  geschlossen.

Folgende Aufenthaltszwecke für Reisende aus Argentinien berechtigen nicht zur Einreise:

  • Arbeitsplatzsuche;
  • Au-Pair;
  • Auszubildende;
  • Freiberufler;
  • Freiwilligendienst;
  • Isolierte Sprachkurse;
  • Künstler;
  • (studienbegleitende) Praktika;
  • Schüleraustausch;
  • Working Holiday Programm.

  

3. Quarantäneregelung bei Einreise nach Deutschland

Für Einreisen aus Argentinien gilt grundsätzlich, dass sie sich unmittelbar nach Einreise 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen.


Info

Eine Quarantänepflicht entfällt, wenn durch einen höchstens 48 Stunden vor Einreise durchgeführten Test nachgewiesen wird, dass keine Covid-19-Infektion vorliegt. Einzelheiten hierzu finden Sie weiter unten unter Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar.

 

In Deutschland werden Quarantänepflicht entfällt, wenn durch einen höchstens 48 Stunden vor Einreise  durch die einzelnen Bundesländer erlassen. Nach Abstimmung der Länder und der Bundesregierung hat das BMI eine Musterverordnung erstellt, deren Regelung die Bundesländer im Wesentlichen übernommen haben.

Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage

  • müssen Sie sich demnach nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,
  • sich dort häuslich absondern und
  • sich per E-Mail oder Telefon bei der  für Sie zuständigen Behörde, i.d.R. dem  Gesundheitsamt am Wohnort/Unterkunft melden.

Info

Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tagen vor Einreise.

Maßgeblich ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts).


Ausnahme: Durchreise (Transit)

Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.


Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit dem Virus SARS CoV-2 infiziert zu haben, gelten diese Qurantäneregelungen nicht.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein (d.h. der Abstrich darf maximal 48 Stunden vor Einreise genommen worden sein). Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise

  • am Ort des Grenzübertritts oder
  • am Ort der Unterbringung erfolgen.

Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

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